Kulturelle Vielfalt & Traditionen

Wenn Sie zum ersten Mal nach Namibia kommen, werden Sie überrascht sein von der Vielfalt an Kulturen und Traditionen, die dieses Reiseland zu bieten hat. Die Vielfalt Namibias begründet sich aus der belebten Geschichte des Landes, in das Stämme und Bevölkerungsgruppen aus allen Richtungen einwanderten. Es leben heute 1,8 Millionen Menschen in Namibia. In dem riesigen Land leben nur 2,1 Menschen pro Quadratkilometer. Mehr als 70% der Bevölkerung sind dunkelhäutig und sprechen Sprachen aus der Bantu-Familie wie die Ovambo und die Herero.

Die Khoisan Bevölkerung besteht aus den San (Bushman), dem größten Stamm in Afrika. Andere Minderheiten sind die Damara, Weiße (überwiegend Afrikaner und Deutsche) sowie Mischlinge, die man hier als Farbige (Coloured) kennt.

Traditionen und Stämme Namibias

San Bevölkerung
Die San sind die direkten Nachfahren der Menschen, die zur Steinzeit das südliche und östliche Afrika besiedelten. Diese Menschen haben bis zum 19. Jahrhundert steinere Pfeilspitzen und Gegenstände benutzt. Ein großer Teil der prähistorischen Kunst in Namibia, wie Felsmalereien und Gravuren, stammt von den San.
Die San sind einstmals in kleinen Gruppen durch das Land gezogen und haben in Höhlen und unter Felsvorsprüngen Unterschlupf gesucht.
Heute gibt es die San nur noch im Norden der Kalahari und traurigerweise scheint die San-Kultur immer mehr aus dem Land zu verschwinden.

Die Nama
Die Nama sind den San ähnlich, aber meist größer und mit hellerer Hautfarbe. Die beiden Stämme sprechen auch eine ähnliche Sprache, die der gleichen Sprachfamilie stammen. Typisch für die Sprache sind die Klicklaute.

Die Nama waren in vergangenden Zeiten ein Kämpferstamm und haben oft Kriege mit den Herero geführt, um Land für die Rinderherden zu gewinnen. Diese Kämpfe setzten sich bis zum 19. Jahrhundert fort. Später waren die Nama dann aufständig gegen die deutschen Besetzer. Ihr Anführer wurde in dem Kampf getötet und das Land der Nama im Anschluss konfisziert.

Die Damara
Die Menschen vom Stamme der Damara haben zwar die gleiche Sprache wie die Nama, sonst aber sehr wenig mit diesen gemeinsam. Die Menschen sind größer, kräftiger gebaut und die Hautfarbe ist tiefschwarz. Die Traditionen sind auch sehr verschieden. Die Mehrheit der Damara lebt heute nicht mehr im gleichnamigen Damaraland, sondern findet sich heute in allen Schichten und Regionen des Landes. Der erste Premierminister von Namibia und sein Nachfolger waren beide Damara.

Die Ovambo
Der Ovambo haben in den Ebenen nördlich der Etosha Pfanne ihre Siedlungen angelegt. Die Weiten dieser Region sind durch Buschland und Trockenflächen geprägt, während die Siedlungen der Ovambo wie Inseln wirken. Die Besiedlung in dieser Region ist die dichteste des Landes und die meisten Bewohner betreiben Landwirtschaft.

Die Ovambo unterstützen die regierende Partei und haben eine aktive Rolle im Widerstandskampf gegen Südafrika geführt. Der erste Präsident des Landes, Sam Nujoma, ist ein Ovambo und wuchs in den Dörfern dieser Region auf. Auch der derzeitige Präsident, Hifikepunye Pohamba, ist ein Ovambo.

Die Herero
Die Herero sind sicherlich die am einfachsten zu erkennenden Stämme Namibias. Die Herero-Frauen tragen oft lange, viktorianische Kleider mit hohen Krägen und aufallendem Schmuck. Ursprünglich von den Europäern zur viktorianischen Zeit beeinflusst, wird der Kleidungsstil heute als eigenständig gesehen. Komplettiert wird die Kleidung mit einem gebogenen, zugespitzen Hut, der an Hörner erinnert.

Die Herero haben Ihre Rinder als größten Reichtum angesehen. Rinder wurden nur zu Festlichkeiten geschlachtet. In der Vergangenheit sind die Herero oft von ihrem Land vertrieben worden und im Jahre 1904 kam es zu einem Krieg, bei dem hunderte Hetero von den Deutschen umgebracht wurden.

Der Internationale Flughafen in Windhoek wurde nach dem Chief Hosea Kutako für seinen Einsatz im Freiheitskampf benannt.

Deutscher Einfluss
Besucher, die zum ersten Mal nach Namibia reisen, sind oft überrascht, wieviel deutsche Einflüsse in dem Land noch gesehen werden. Deutsche Architektur aus dem 19.Jahrhundert findet man insbesondere in Lüderitz und Swakopmund. In der Wüste nahe Lüderitz findet man eine verlassene Stadt namens Kolmanskop. Diese gesamte Stadt wurde des 20. Jahrhunderts im Diamantenrausch erbaut und bot inmitten der Wüste allen Luxus: Kegelbahnen, Eisfabrik und luxuriöse Häuser wurden für die Arbeiter errichtet. Heute ist die Stadt vollkommen von den Dünen umschlossen.

In Windhoek finden Sie viele deutsche Restaurants und natürlich auch das lokale "Windhoek" Bier, das sogar dem deutschen Reinheitsgebot entspricht.

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