Der erste Europäer, in der Geschichte des Krüger Nationalparks, der die Region erkundet hat, war Francois de Cuiper, der die Holländisch-Ost-Indische Handelsgesellschaft auf einer Expedition im Jahre 1725 vertrat. Die Expedition ist allerdings in der Nähe von Gomondwane von einheimischen Stämmen angegriffen und vertrieben worden.
Im Jahre 1838 leiteten Louis Trichardt und Hans van Rensburg eine weitere Expedition in die Region und sorgten dafür, dass später erste Wagenrouten zur Krüger-Region erbaut wurden. Im Jahre 1873 wurde zum ersten Mal Gold in diesem Gebiet gefunden und ein wahrer Goldrausch bewegte die Region: Trotz der zahlreichen Löwen und Krokodile, sowie der Bedrohung durch Malaria, zogen tausende Goldsucher in die Gegend. Durch unkontrolliertes Jagen wurde in der Folge der Tierbestand dramatisch reduziert.
Im Jahre 1912 wurde eine Eisenbahnlinie durch das heutige Naturschutzgebiet gebaut. Stevenson-Hamilton, ein britischer Major, der später der erste Parkvorsteher wurde, nutze die Eisenbahn, um erstmals Touristen zu einem Mittagessen in diese Region zu bringen. 1926 wurde das Gebiet dann zu Ehren von Paul Krüger, dem ersten Präsidenten Südafrikas, zum Krüger Nationalpark umbenannt.
1927 ist ein wichtiges Jahr in der Geschichte des Krüger Nationalparks. Denn in diesem Jahr wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - das Eintrittsgeld damals war 1 Pfund. In dem Jahr haben nur eine handvoll Fahrzeuge den Nationalpark besucht, aber schon 1935 reisten 26000 Besucher in den Nationalpark. Heute besuchen ungefähr eine Million Reisende pro Jahr den Nationalpark.